Produkttest: Garmin vívofit

Garmin® vívofit™ by Garmin Ltd.

An Fitnessambändern scheiden sich die Geister. Für die einen sind diese kleinen Sport-Accessoires teure Spielereien für die anderen sind es perfekte Sparringspartner bei der Überwachung eigener Aktivitäten und wichtiger Körperwerte. Allen Vorbehalten zum Trotz erfreuen sich Aktivitätstracker auch bei uns in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit.

Eine ganze Reihe von Anbietern buhlt mit unterschiedlichen Ansätzen um die Gunst ambitionierter Sportler. Seit wenigen Wochen bietet auch Garmin, der Schweizer Hersteller von GPS-Trackern, mit vívofit ein interessantes Gerät, welches wir ausführlich getestet haben.

Unboxing

Die Vívofit wird in einer kleinen Blister-Box geliefert, welche dem Käufer bereits im Geschäft einen Blick auf den Tracker ermöglicht. In der Schachtel befindet sich neben der vívofit eine ANT+-USB-Stick, ein zweites Armband sowie eine kleine Anleitungen zum Einrichten des Fitnessbands, dem Setup eines Accounts auf der Garmin-Plattform sowie allgemeine Sicherheitshinweise.

Die vívofit gibt es in zwei unterschiedllichen Ausführungen. Erstens als Einzelgerät mit langem sowie kurzem Armband1, einem USB ANT™ Stick und einer kleinen Dokumentation sowie zweitens als vívofit-Bundle, welches durch einen Herzfrequenzsensor ergänzt wird. 

Die einfache Version des Fitnessbands kostet derzeit 119 Euro. Die Bundle-Version mit Herzfrequenz-Sensor kann für 149 Euro erworben werden.

Basisfunktionen

Die vívofit bietet eine Reihe nutzlicher Funktionen. Zu den wichtigste zählen das Messen der Schritte des Trägers, die Berechnung der bei der Bewegung verbrauchten Kalorien, die Schlafüberwachung, die Vorgabe persönlicher Fitnessziele sowie das Erinnern an körperliche Leistungen.

Wie wird der Kalorienverbrauch gemessen?

Die vívofit berechnet die verbrauchten Kalorien und die Distanz anhand der zurückgelegten Schritte und setzt diese mit dem Geschlecht, dem Alter sowie dem Gewicht des Trägers in Bezug. Die genaue Schrittlänge des Trägers wird nicht zur Berechnung des Kalorienverbrauchs herangezogen.

Da das Band weder einen GPS-Sensor beinhaltet noch die Herzfrequenz ununterbochen misst, handelt es sich bei den von der vívofit ermittelten Daten um recht grobe Werte, die hochgerechnet und nicht exakt erhoben werden. Dieses Problem liegt jedoch bei allen Geräten dieser Klasse vor. Wer genaue Daten benötigt, muss zu komplexeren aber auch teureren Sportuhren bzw. medizinischen Geräten greifen.

Derzeit kann Garmin Connect noch nicht mit Plattformen wie MyFitnesspal verbunden werden, um die verbrannten Kalorien mit den eingenommenen Kalorien zu verrechnen. Dies ist laut Garmin geplant und soll zeitnah nach einem Update der Connect-Plattform möglich sein.

Schlafmessung

Um die Bewegung des Trägers während des Schlafs zu messen, muss der Schlaf-Modus der vívofit aktiviert werden. Dies geschieht durch ein drücken des Knopfes für 3 Sekunden bis das Display “sleep” anzeigt. In diesem Modus werden alle Bewegungen aufgezeichnet.

Leider werden hierbei keine Schlafphasen (z.B. REM-Schlaf) ermittelt. Auch bietet die vívofit keine Weckfunktion, da es über keine Vibrationsfunktion verfügt. Schade, dem Gerät hätte ein Schlafphasenwecker sehr gut zu Gesicht gestanden. Die Bewegungsmessung im Schlaf mit Hilfe der vívofit ist ein gutes Feature.

Apps wie Sleep with Android bieten jedoch mit der Analyse der Schlafphasen, der Aufnahme von Schnarchgeräuschen und einem Schlafphasenwecker wesentlich nützliche Funktionen zur Optimierung der Nachtruhe.

Herzfrequenzmessung

Mit Hilfe eines Brustgurtes kann die vívofit die Herzfrequenz des Trägers messen und in die Kalorienberechnung einbeziehen. Diese Funktion ist vor allem hilfreich bei der Nutzung des Trackers bei Fahrradfahrten, da sich hierbei der Arm kaum bewegt und ansonsten die Kalorien nicht ordnungsgemß gemessen werden.

Die vívofit kann mit allen ANT+ kompatiblen Brustgurten verbunden werden. Brustgurte anderer Garmin-Geräte können problemlos mit der vívofit genutzt werden. In unserem Test haben wir zum Beispiel den Gurt einer Forerunner 305 problemlos angeschlossen. Die vívofit kann mit regulärem Garmin Zubehör nachgerüstet werden.

Wenn das Herz-Symbol angezeigt wird, werden Herzfrequenzen aufgezeichnet. Der Puls wird im Sekundentakt an ermittelt und an das Armband gesendet. Mit den Ziffern 1 bis 5 zeigt die vívofit an, in welchem Puls-Bereich sich der Träger befindet.

Automatische Fitness-Ziele

Täglich berechnet die Garmin-Plattform neu, wieviele Schritte der Träger zurücklegen muss und erhöht diese Ziele entsprechend der erbrachten Leistungen.Die Firtness-Ziele motivieren enorm und spornen tatsächlich zu mehr Bewegung an. Dies ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegebüber anderen Trackern, die lediglich bestimmte Körperwerte analysieren.

Erinnerungsfunktion

Bei geringer körperlicher Aktivität werden auch weniger Enzyme, die für die Fettverbrennung notwendig sind, im Körper produziert. Anhand einer roten Bewegungsleiste erinnert das vívofit seinen Träger an das Einlegen einer Arbeitspause und fordert körperliche AKtivitäten ein. Nach einer Stunde wird der roter Balken im Display angezeigt, der nach ein paar Minuten Bewegung verschwindet.

Da die Uhr über keine Vibrationsfunktion verfügt, kann die Erinnerung an die notwendige körperliche Bewegung nicht per Vibrationsalarm erfolgen. Dies wäre mehr als sinnvoll, da der rote Balken schnell vergessen wird und den proaktiven Blick des Trägers voraussetzt.

Synchronisation

Die Synchronisation der vívofit erfolgt mit Hilfe des mitgelieferten USB-Sticks oder per Bluetooth 4.0 mit einem entsprechenden Mobiltelefon.2

Um die Synchronisation der vívofit mit einem Windows- bzw. Mac Rechner zu starten, muss der Knopf für 2 Sekunden gedrückt werden bis auf dem Display “Sync” angezeigt wird. Eine direkte Synchronisation mit kompatiblen Mobilfunkgeräten ist ebenfalls möglich. Hierzu drückt man so lange auf den Knopf der vívofit bis “pair” im Display angezeigt wird. Danach kann das Gerät via Bluetooth verbunden werden.

Laut Garmin kann das Gerät Aktivitäten bis zu vier Wochen speichern. Die Speicherzeit reduziert sich jedoch, wenn auch Herzschläge aufgezeichnet werden.

Garmin Connect Plattform und Mobile App

Garmin Connect ist die zentrale Plattform zum Auswerten aller durch die vívofit erhobenen Daten.

Design und Tragekomfort

Ein wirkliches Lifestyle-Accessoire ist das kleine Bändchen nicht. Das Design der vívofit ist zweckmässig und schlicht.  Schwarz, Blau, Lila, Grün sowie Dunkelgrau sind die Farbversionen, die Garmin in seinem Shop bereit hält.

Am Arm ist das kleine Bändchen unscheinbar. Die vívofit ist sehr leicht und wiegt lediglich 25,5 Gramm, welche zumindest uns beim Tragen nicht stören.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Fitness-Armbändern gemacht? Was haltet Ihr von der Garmin vívofit? Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Bewertungen unter diesem Artikel!

  1. mit einer Länge von rund 20 und 175 Millimeter
  2. kompatiebel sind HTC One, Samsung Galaxy Note 2, Samsung Galaxy Note 3, Samsung Galaxy S3, Samsung Galaxy S4 sowie iPhone 4S, iPhone 5, iPhone 5C, iPhone 5S, iPad Air, iPad 3, iPad 4, iPad Mini und iPod Touch 5th Generation
Überblick der Rezensionen
DESIGN & VERARBEITUNG
6
SYNCHRONISATION
6
APP & WEB-PORTAL
8
AKKULAUFZEIT UND LADEZEIT
9
DISPLAY
6

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